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In der Bundesrepublik Deutschland sind zum Beispiel etwa 80 % der Süßwasserfischarten, 65 % der Kriechtierarten, 60 % der Tagschmetterlingsarten, 50 % der Libellenarten und etwa 45 % der Brutvogelarten ausgestorben oder vom Aussterben bedroht. Dieser lautlose Rückzug ist die Folge vieler Maßnahmen, die die Vielfältigkeit einer Landschaft auf wenige Elemente reduziert. Wo an die Stelle der kleinen Feuchtwiese, des alten Heckenrains, des Wäldchens mit Tümpeln und des verwilderten Obstgartens die Kultursteppe oder die Eigenheimsiedlung mit sorgfältig gepflegten Rasengärten tritt, ist für die ursprünglich heimische Tierwelt kein Platz mehr.
Man kann diesen Zustand beklagen, hinnehmen muss man ihn nicht, denn vieles lässt sich auch im Kleinen dagegen tun. Für den Gartenbesitzer beginnt sein Beitrag zum Naturschutz vor der eigenen Haustür. Es wäre unglaubwürdig, wenn er von anderen einen schonungsvollen Umgang mit der Natur erwartet und selbst nichts täte. Immerhin stellen alle bundesdeutschen Gärten zusammengenommen eine Fläche von der Größe Schleswig-Holsteins dar.
Hier liegt auch die Aufgabe für den Obst- und Gartenbauverein Naßweiler.
In diesem Sinne wünsche ich allen Gästen und Freunden einen angenehmen Aufenthalt auf den Internetseiten des Obst- und Gartenbauverein Naßweiler.
Jörg Dreistadt
1. Vorsitzender
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